Informationen rund um wirtschaftliche Massnahmen Coronavirus

In Folge des neuartigen Coronavirus wird die Wirtschaft vor grosse Herausforderungen gestellt. Der Bundesrat hat ein umfassendes Massnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen beschlossen. Wir informieren Sie auf dieser Seite über die neuesten Informationen und Erkenntnisse.

Kurzarbeitsentschädigung

Voranmeldung von Kurzarbeit

Das Verfahren zur Voranmeldung von Kurzarbeit wurde angepasst. Bitte verwenden Sie nur noch das ausserordentliche Formular Voranmeldung von Kurzarbeit.

Das ausgefüllte Formular kann nur per Post eingereicht werden, die Einsendung per E-Mail ist nicht mehr möglich. Bitte senden Sie das Formular an: Amt für Arbeitslosenversicherung, Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern

Antrag und Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung

Sofern die Abrechnung von Kurzarbeit bestätigt wurde und ein entsprechender Entscheid vom Amt für Arbeitslosenversicherung vorliegt, ist als nächster Schritt das ausserordentliche Excel-Formular Antrag und Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung pro Abrechnungsperiode bei der Arbeitslosenkasse einzureichen. Im Kanton Bern muss mit der ersten Abrechnung zusätzlich das Personalblatt ausgefüllt und eingesendet werden. 

Mit dem Formular Antrag und Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung wird pro Abrechnungsperiode der Arbeitsausfall in Stunden sowie der Ver­dienstausfall und die Kurzarbeitsentschädigung in Franken von allen betroffenen Mitarbeitern deklariert. Als Beilage zum Formular müssen die üblichen Sollstunden, die Ausfallstunden sowie die Lohnsumme "mit geeigneten Unterlagen" pro Mitarbeiter belegt werden. Gerne sind wir Ihnen behilflich, die erforderliche Datengrundlage pro Mitarbeiter zu erarbeiten. 

Wichtig ist zudem, dass die üblichen Sollstunden, die effektiv gearbeiteten Stunden sowie die Ausfallstunden pro Mitarbeiter täglich nachgeführt werden. Falls Sie über kein geeignetes Zeiterfassungs­system zum Stundennachweis verfügen, stellen Ihnen gerne eine Excel-Vorlage zu.

Anpassungen per 1. Juni 2020

Gemäss Bundesratsbeschluss treten per 1. Juni 2020 folgende Änderungen in Kraft:

  • Der vorübergehende Anspruch auf KAE für entlöhnte Mitarbeitende mit arbeitgeberähnlicher Stellung und für im Betrieb mitarbeitende Ehegatten wird aufgehoben. Dies entspricht somit ungefähr dem Ende der COVID-Massnahmen für Erwerbsausfälle für direkt oder indirekt betroffene Selbständigerwerbende, die am 16. Mai 2020 aufgehoben wurden.

  • Der vorübergehende Anspruch auf KAE für Personen in Lehrverhältnissen bzw. Lernende wird aufgehoben. Lehrmeister können bei Bedarf weiterhin KAE beziehen, sofern die Betreuung der Lernenden jederzeit sichergestellt ist;

  • Die Voranmeldefrist für Kurzarbeit wird wieder eingeführt. Unternehmen, die im Mai 2020 bereits über eine bewilligte Voranmeldung für Kurzarbeit verfügen, müssen trotz der Wiedereinführung der Voranmeldefrist jedoch keine neue Voranmeldung einreichen. Sollte die Voranmeldung ablaufen, wird sie von der zuständigen Kantonalen Amtsstelle verlängert.

Corona-Erwerbsersatzentschädigung - für Selbständigerwerbende, für Eltern, für Perso­nen in Quarantäne und für freischaffende Künstler

Im Unterschied zu Arbeit­nehmern, für welche das Instrument der Kurzarbeitsentschädigung zur Verfügung steht, wird bei Selbständigerwerbenden, Eltern mit Betreuungspflichten sowie Personen in Quarantäne der Erwerbsausfall durch die Erwerbsersatzentschädigung gedeckt.

 

Anmeldung von Erwerbsersatzentschädigung

Anspruchsberechtigte müssen die Erwerbsersatzentschädigung bei ihrer zuständigen Ausgleichskasse beantra­gen. Die Anmeldung kann online ausgefüllt werden und als pdf Datei an die zuständige Ausgleichskasse gesendet werden.

Ausweitung des Erwerbsersatzes für Härtefälle

Der Bundesrat hat am 16. April 2020 Unterstützung für indirekt betroffene Selbständigerwerbende beschlossen. Zusätzlich können nebst den infolge Betriebsschliessung direkt betroffenen, auch indirekt betroffene Selbständigerwerbende im Härtefall Erwerbsausfallentschädigung beantragen. Die Anspruchsvoraussetzungen für die indirekt Betroffenen im Härtefall sind wie folgt:

  • Der Selbständigerwerbende/die Selbständigerwerbende hat wegen den Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus weniger oder keine Kundschaft oder Aufträge oder der Betrieb ist faktisch stillgelegt.

  • Das AHV-pflichtige Einkommen beträgt mindestens CHF 10'000 pro Jahr; jedoch maximal CHF 90'000 pro Jahr.

Auswirkung der Lockerungen auf den Anspruch auf Erwerbsersatzentschädigung

Wenn ein Betrieb aufgrund der Lockerungen wieder eröffnet werden durfte, besteht Anspruch auf die Erwerbsersatzentschädigung vom 17.03.2020 bis 16.05.2020. Wenn bereits einen Antrag eingereicht wurde, muss nichts unternommen werden.

Wenn ein Betrieb über den 16.05.2020 hinaus - infolge behördliche Anordnung oder weil kein Schutzkonzept gemäss den Vorgaben des Bundes eingehalten werden kann - geschlossen bleiben muss , bleibt der Anspruch grundsätzlich bestehen. Für die Weiterausrichtung ist die zuständige Ausgleichskasse zu kontaktieren, bei einem Anschluss an die Ausgleichskasse des Kantons Bern ist das Meldeformular auszufüllen und schriftlich oder elektronisch einzureichen.

Merkblatt 6.03 - Corona Erwerbsersatzentschädigung

Steuerverwaltung Bern - Entlastungsmassnahmen für Steuerpflichtige

Die Steuerverwaltung des Kantons Bern hat verschiedene Entlastungsmassnahmen für Steuerpflichtige beschlossen. Unter anderem wurde die Frist zur Einreichung der Steuererklärung für Privatpersonen und selbständig Erwerbstätige bis 15.09.20 verlängert. Auch werden Gesuche um Zahlungserleichterungen (Stundung, Teilzahlung) in Zusammenhang mit der Corona-Krise kulanter behandelt. Detaillierte Infos finden Sie auf der Website der kantonalen Steuerverwaltung. 

Liquiditätshilfen für KMU

Der Bundesrat hat am 25. März die Notverordnung zur Gewährung von Krediten und Solidarbürgschaften in Folge des 
Coronavirus beschlossen. KMU erhalten dadurch erleichterten Zugang zu Krediten für die Überbrückung von Corona-bedingten Liquiditätsengpässen.

Betroffene Unternehmen können Überbrückungskredite im Umfang von höchstens 10% ihres Jahresumsatzes bis max. 20 Millionen Franken bei ihrer Hausbank beantragen. Gewisse Minimalkriterien sind zu erfüllen, insbesondere muss die Unternehmung erklären, dass sie aufgrund der Corona-Pandemie wesentliche Umsatzeinbussen erleidet.

Bis zu 500'000 Franken werden Kredite unbürokratisch innert kurzer Frist ausbezahlt und zu 100% vom Bund abgesichert. Der Zinssatz ist auf null Prozent festgelegt. Der Kreditantrag ist ab 26. März nach Inkrafttreten der Verordnung auf der Website www.covid19.easygov.swiss verfügbar.

Überbrückungskredite, die den Betrag von 500'000 Franken übersteigen, werden zu 85% vom Bund abgesichert. Die kreditgebende Bank beteiligt sich mit 15% am Kredit. Solche Kredite können bis zu 20 Millionen Franken pro Unternehmen betragen und setzen deshalb eine umfassendere Bankenprüfung voraus. Bei diesen Krediten beträgt der Zinssatz aktuell 0,5% auf dem vom Bund abgesicherten Darlehen.

Kundeninfos zu den wirtschaftlichen Massnahmen Coronavirus

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