Informationen rund um wirtschaftliche Massnahmen Coronavirus

In Folge des neuartigen Coronavirus wird die Wirtschaft vor grosse Herausforderungen gestellt. Der Bundesrat hat ein umfassendes Massnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen beschlossen. Wir informieren Sie auf dieser Seite über die neuesten Informationen und Erkenntnisse.

Kurzarbeitsentschädigung

Voranmeldung von Kurzarbeit

Das Verfahren zur Voranmeldung von Kurzarbeit wurde angepasst. Bitte verwenden Sie nur noch das ausserordentliche Formular Voranmeldung von Kurzarbeit.

Das ausgefüllte Formular kann nur per Post eingereicht werden, die Einsendung per E-Mail ist nicht mehr möglich. Bitte senden Sie das Formular an: Amt für Arbeitslosenversicherung, Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern

Die maximale Bewilligungsdauer von Kurzarbeit wurde rückwirkend von 3 auf 6 Monate verlängert. Bereits eingereichte Gesuche werden vor Ablauf der bewilligten Dauer automatisch auf 6 Monate verlängert und müssen nicht nochmals eingeschickt werden. 

Antrag und Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung

Wenn die Abrechnung von Kurzarbeit bestätigt wurde, ist das ausserordentliche Excel-Formular Antrag und Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung pro Abrechnungsperiode bei der Arbeitslosenkasse einzureichen.

Mit diesem Formular wird pro Abrechnungsperiode (Kalendermonat) der wirtschaftliche bedingte Arbeitsausfall in Stunden, der Ver­dienstausfall in Franken sowie die Kurzarbeitsentschädigung in Franken berechnet. Die üblichen Sollstunden, die Ausfallstunden sowie die Lohnsumme müssen mit geeigneten Unterlagen belegt werden.

 

Wichtig ist, dass die üblichen Sollstunden, die effektiv gearbeiteten Stunden sowie die Ausfallstunden täglich nachgeführt werden. Falls Sie über kein geeignetes Zeiterfassungs­system zum Stundennachweis verfügen, stellen Ihnen gerne eine Excel-Vorlage zu.

Erwerbsausfallentschädigung - für Selbständigerwerbende, für Eltern, für Perso­nen in Quarantäne und für freischaffende Künstler

 

Im Unterschied zu Arbeit­nehmern, für welche das Instrument der Kurzarbeitsentschädigung zur Verfügung steht, wird bei Selbständigerwerbenden, Eltern mit Betreuungspflichten sowie Personen in Quarantäne der Erwerbsausfall durch die Erwerbsausfallentschädigung gedeckt.

 

Die Erwerbsausfallentschädigungen werden in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung geregelt und als Taggeld ausgerichtet. Dieses entspricht 80 Prozent des Einkommens, höchstens aber 196 Franken pro Tag. Die Prüfung des Anspruches und die Auszahlung der Leistung wird von den AHV-Ausgleichskassen vorgenommen.

 

Damit der Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung geltend gemacht werden kann, müssen die Voraussetzungen gemäss COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall erfüllt sein. Die Anspruchsvoraussetzungen sind je nach Branche und Betrieb im Detail zu prüfen. Die Aufsichtsbehörde über die AHV-Ausgleichskassen hat explizit erwähnt, dass die Corona-Erwerbsaufallentschädigung Ärzten, Zahnärzten und anderen Gesundheitsfachpersonen gemäss aktueller Verordnung nicht zusteht.  

 

Anmeldung von Erwerbsausfallentschädigung

Anspruchsberechtigte müssen die Erwerbsausfallentschädigung bei Ihrer zuständigen Ausgleichskasse beantra­gen, die Entschädigung wird nicht automatisch ausgerichtet. Die Anmeldung kann online ausgefüllt werden und als pdf Datei an Ihre zuständige Ausgleichskasse gesendet werden.

Merkblatt 2.13 - Informationen für Arbeitgebende und Selbständigerwerbende im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Merkblatt 6.03 - Corona Erwerbsersatzentschädigung

Steuerverwaltung Bern - Entlastungsmassnahmen für Steuerpflichtige

Die Steuerverwaltung des Kantons Bern hat verschiedene Entlastungsmassnahmen für Steuerpflichtige beschlossen. Unter anderem wurde die Frist zur Einreichung der Steuererklärung für Privatpersonen und selbständig Erwerbstätige bis 15.09.20 verlängert. Auch werden Gesuche um Zahlungserleichterungen (Stundung, Teilzahlung) in Zusammenhang mit der Corona-Krise kulanter behandelt. Detaillierte Infos finden Sie auf der Website der kantonalen Steuerverwaltung. 

Liquiditätshilfen für KMU

Der Bundesrat hat am 25. März die Notverordnung zur Gewährung von Krediten und Solidarbürgschaften in Folge des 
Coronavirus beschlossen. KMU erhalten dadurch erleichterten Zugang zu Krediten für die Überbrückung von Corona-bedingten Liquiditätsengpässen.

Betroffene Unternehmen können Überbrückungskredite im Umfang von höchstens 10% ihres Jahresumsatzes bis max. 20 Millionen Franken bei ihrer Hausbank beantragen. Gewisse Minimalkriterien sind zu erfüllen, insbesondere muss die Unternehmung erklären, dass sie aufgrund der Corona-Pandemie wesentliche Umsatzeinbussen erleidet.

Bis zu 500'000 Franken werden Kredite unbürokratisch innert kurzer Frist ausbezahlt und zu 100% vom Bund abgesichert. Der Zinssatz ist auf null Prozent festgelegt. Der Kreditantrag ist ab 26. März nach Inkrafttreten der Verordnung auf der Website www.covid19.easygov.swiss verfügbar.

Überbrückungskredite, die den Betrag von 500'000 Franken übersteigen, werden zu 85% vom Bund abgesichert. Die kreditgebende Bank beteiligt sich mit 15% am Kredit. Solche Kredite können bis zu 20 Millionen Franken pro Unternehmen betragen und setzen deshalb eine umfassendere Bankenprüfung voraus. Bei diesen Krediten beträgt der Zinssatz aktuell 0,5% auf dem vom Bund abgesicherten Darlehen.

Kundeninfos zu den wirtschaftlichen Massnahmen Coronavirus

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